Hallo zusammen,
Ist schon eine weile her, dass ich das letzte mal geschrieben habe. Mein alltag hat sich etwas entspannt und jeder Tag ist mehr oder weniger gleich oder normal..... fuer mich zu mindest. Es freut mich zu sehen das die Kinder in der Tagesstaette mir mehr und mehr vertrauen und es macht spass mit ihnen zusammen zu sein und fuer sie zu waschen, in der Kueche zu helfen oder einfach mit ihnen zu sein.
Nun was gibt es neues? Eine der Maedchen die bei uns war, ging etwa vor einem Monat und heiratete ohne das wir es wussten und nun haben wir erfahren das sie schwanger ist.... sie ist 14 Jahre alt. Ja traurig und ich frage mich immer wieder was macht man wen die Armut keine Veraenderung will? Es war ihre entscheidung, wir waren fuer sie da und halfen ihr etwas and ihrer situation zu veraendern um nicht mehr auf der Strasse zu sein. Und doch ging sie, brannte mit diesem typ durch. Viele der Eltern dieser Strassenkinder die selber auch ihr ganzes Leben auf der Strasse verbrachten, sehen nicht ein das es gut waere ihr Kind zu Schule zu senden. Was macht man wenn die Armut nicht geholfen werden will? Sie zufrienden ist oder einfach ein Tag nach dem anderen lebt ohne weiter sehen zu wollen? Humanitaere Hilfe ist gut aber ich denke nicht das dies eine langfristige Antwort ist. Nun ich bin noch nicht definitiv zu einem Schluss gekommen. Es widerstrebt mir alles als geistlich zu bezeichnen doch ich denke diese problem der Armut ist eines.....irgendwie komme ich immer wieder zu diesem Punkt wo ich einfach sagen muss, ich sehe keine andere Loesung als Gottes wirken. Durch Gebet veraenderung bringen. Denn diese Leute sind so gebunden in was sie denken und handlen dass ich das gefuehl habe nur durch eine Denkweiseveranderung kann wirklich etwas geschehen das fuer laenger standhalten kann. Das Gebet, das Evanglium, die Kraft Gottes die das Herz beruehren und die Gedankensweise veraendert.
Manchmal ist es frustrierend so viel Armut, dunkelheit, Missbrauch und einfach unmenschlichkeit zu sehen. Millionen auf der Strasse oder in Slums, mindestens 22 offizielle Rotlichtquartiere mit 10'000 oder mehr Frauen und ihre Kinder dort, verkrueppelte Bettler. So viel Hoffnungslosikeit und man weiss das was auch immer man tut eine Tropfen im Ozean ist. Gebet, Gebet und die Gemeinde die zusammen kaempft. sorry sorry....machmal ist es nicht ganz einfach.
So ich hatte einen wunderbaren Geburtstag. zum ersten mal genoss ich es wirklich. ich denke die ganze Lektion ueber "Ich gehoere zu Gott" hat mehr nachwirkungen als ich dachte. Was fuer eine Freiheit mal meine Geburt zu feiern anstatt mich in mir zu verkriechen und der Schmerz, verwirrung und mich all die "was wenn" fragen zu stellen oder denkt meine Biologischmutter an mich? Nur mal bewusst zu sein was fuer ein Privileg ich habe, wie gesegnet ich bin und die Schoenheit der Adoption zu sehen ohne wenn und aber. Ach eine wohltat durch diese Zeit zu gehen ohne die uebliche dunkle Wolke ueber mich. Wie schoen es ist geliebt zu sein und dies zu sehen und akzeptieren. Gottes Gnade ist einfach unglaublich. Jesus hat definitive mein Leben umgekrempelt und das gibt mir Hoffnung fuer die Leute hier und die Staerke die ich brauch um nicht aufzugeben.
ok way to philosophique.... Ich war die letzten paar Tagen in einem Seminar fuer Child Sexual Abuse von OpenDoors war sehr interessant und traurig.
Ich werde in der kommender Woche nicht in Kolkata sein, da wir eine Konferenze in Guhwahati, Assam haben. Dort werde ich die Barbara Ruegger sehen....juppiii und dann mache ich einen kleinen Abstecher nach Darjeeling und hoffe eine Freundin aus der Schweiz dort an zu treffen. Ja eine Woche am Reisen. Nun ehrlich gesagt verbringe ich 2 oder 3 Tage im Zug.....aber ich freue mich. Ich werde die Kinder sicherlich vermissen. SO ich muss gehen und packen! bis bald
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