Mittwoch, Februar 23, 2011

on the road again

Hallo zusammen,

Ist schon eine weile her, dass ich das letzte mal geschrieben habe. Mein alltag hat sich etwas entspannt und jeder Tag ist mehr oder weniger gleich oder normal..... fuer mich zu mindest. Es freut mich zu sehen das die Kinder in der Tagesstaette mir mehr und mehr vertrauen und es macht spass mit ihnen zusammen zu sein und fuer sie zu waschen, in der Kueche zu helfen oder einfach mit ihnen zu sein.

Nun was gibt es neues? Eine der Maedchen die bei uns war, ging etwa vor einem Monat und heiratete ohne das wir es wussten und nun haben wir erfahren das sie schwanger ist.... sie ist 14 Jahre alt. Ja traurig und ich frage mich immer wieder was macht man wen die Armut keine Veraenderung will? Es war ihre entscheidung, wir waren fuer sie da und halfen ihr etwas and ihrer situation zu veraendern um nicht mehr auf der Strasse zu sein. Und doch ging sie, brannte mit diesem typ durch. Viele der Eltern dieser Strassenkinder die selber auch ihr ganzes Leben auf der Strasse verbrachten, sehen nicht ein das es gut waere ihr Kind zu Schule zu senden. Was macht man wenn die Armut nicht geholfen werden will? Sie zufrienden ist oder einfach ein Tag nach dem anderen lebt ohne weiter sehen zu wollen? Humanitaere Hilfe ist gut aber ich denke nicht das dies eine langfristige Antwort ist. Nun ich bin noch nicht definitiv zu einem Schluss gekommen. Es widerstrebt mir alles als geistlich zu bezeichnen doch ich denke diese problem der Armut ist eines.....irgendwie komme ich immer wieder zu diesem Punkt wo ich einfach sagen muss, ich sehe keine andere Loesung als Gottes wirken. Durch Gebet veraenderung bringen. Denn diese Leute sind so gebunden in was sie denken und handlen dass ich das gefuehl habe nur durch eine Denkweiseveranderung kann wirklich etwas geschehen das fuer laenger standhalten kann. Das Gebet, das Evanglium, die Kraft Gottes die das Herz beruehren und die Gedankensweise veraendert.
Manchmal ist es frustrierend so viel Armut, dunkelheit, Missbrauch und einfach unmenschlichkeit zu sehen. Millionen auf der Strasse oder in Slums, mindestens 22 offizielle Rotlichtquartiere mit 10'000 oder mehr Frauen und ihre Kinder dort, verkrueppelte Bettler. So viel Hoffnungslosikeit und man weiss das was auch immer man tut eine Tropfen im Ozean ist. Gebet, Gebet und die Gemeinde die zusammen kaempft. sorry sorry....machmal ist es nicht ganz einfach.

So ich hatte einen wunderbaren Geburtstag. zum ersten mal genoss ich es wirklich. ich denke die ganze Lektion ueber "Ich gehoere zu Gott" hat mehr nachwirkungen als ich dachte. Was fuer eine Freiheit mal meine Geburt zu feiern anstatt mich in mir zu verkriechen und der Schmerz, verwirrung und mich all die "was wenn" fragen zu stellen oder denkt meine Biologischmutter an mich? Nur mal bewusst zu sein was fuer ein Privileg ich habe, wie gesegnet ich bin und die Schoenheit der Adoption zu sehen ohne wenn und aber. Ach eine wohltat durch diese Zeit zu gehen ohne die uebliche dunkle Wolke ueber mich. Wie schoen es ist geliebt zu sein und dies zu sehen und akzeptieren. Gottes Gnade ist einfach unglaublich. Jesus hat definitive mein Leben umgekrempelt und das gibt mir Hoffnung fuer die Leute hier und die Staerke die ich brauch um nicht aufzugeben.

ok way to philosophique.... Ich war die letzten paar Tagen in einem Seminar fuer Child Sexual Abuse von OpenDoors war sehr interessant und traurig.
Ich werde in der kommender Woche nicht in Kolkata sein, da wir eine Konferenze in Guhwahati, Assam haben. Dort werde ich die Barbara Ruegger sehen....juppiii und dann mache ich einen kleinen Abstecher nach Darjeeling und hoffe eine Freundin aus der Schweiz dort an zu treffen. Ja eine Woche am Reisen. Nun ehrlich gesagt verbringe ich 2 oder 3 Tage im Zug.....aber ich freue mich. Ich werde die Kinder sicherlich vermissen. SO ich muss gehen und packen! bis bald

Donnerstag, Januar 27, 2011

aha aha

da ich jetzt schon laenger in dieser Stadt bin, erlebe ich nicht mehr so viele neue Abendteuer obwohl ehrlich gesagt ist jeder Tag ein neues Abendteuer, hab nie ganz genau eine idee was mich erwartet. Zum Beispiel weiss ich nie im voraus ob wir nun Wasser pumpen und schleppen muessen oder nicht? wie viele Kindern kommen und was uns der Tag sonst noch bringt. Gestern gingen wir auf die Strasse die Familien der Kinder zu besuchen und erste Hilfe anzubieten, was natuerlich mehr oder weniger einfache Wundensaueberung ist oder andere kleine Sachen. Mir wurde bewusst, was fuer eine Chance dies ist um fuer Menschen zu beten.... naechstes mal greife ich diese Herausforderung an.

Doch moechte ich mal ein bisschen mehr erzaehlen was mich beschaeftigt oder wo ich persoendlich dran bin. Ich lerne sehr mich mit allem auf Gott zu verlassen. Er, der um mich sorgt und meine intimisten wuenschen kennt. Was fuer ein guetiger Gott wir doch haben. Mich beschaeftigte immer die Frage wo ich nun hingehoere, we bin ich, was bin ich.... ich hab keine Ahnung was fuer eine Nationalitaet ich habe, als was sieht mich Gott? Schon immer wollte ich irgendwo voll dazu gehoeren. In der Schweiz bin ich nicht vollkommen schweizerisch, meine Hautfarbe ist irgendwie ein problem..... *grins* doch es ist wohl mehr als nur dies. Nun hier, in einer Kultur die aendlich ist in welcher ich hineingeboren wurde, fuehle ich mich nicht mehr oder weniger zuhause als in der Schweiz. Tja immer zwischen Stuhl und Bank, das werde ich wohl immer sein, doch dies ist unglaublich cool.
So eines Tages im Bus hab ich Gott gefragt "Herr, diese Kultur ist so fremd fuer mich, ich bin so anders, ich gehoere nicht dazu, mein Herz sehnt sich nach einer zugehoerigkeit, (nicht das ich dies nicht bei meiner Familie habe...das ihr mich richtig versteht, dies ist etwas ganz anderes)..." und dann kam die Offenbarung! Ich gehoere zu IHM!!!!! In IHM sind meine Wurzel, durch seine Gnade lebe ich, SEINE Kulture ist meine. Das Koenigreich Gottes ist mein zuhause, wo ich hingehoere. In allen Laender wo ich bis jetzt war, fuehlte ich mich zuhause in den verschiedenen Gemeinden, dies ist meine Kultur. Ich gehoere zu dieser Nation. Ich gehoere IHM. Aus dieser Offenbarung heraus werden viele meiner Fragen beanwortet, das Leben wird einfacher..... die ach so grosse Frage der Indentitaet ist geloest. Gott hat mich immer gewollt, hat mich in einer wunderbaren Familie gesetzt, hat mich gesegnet in allem, seine Liebe ist der Grund wieso ich lebe, seine Barmherzigkeit und guete die mich in die Schweiz brachte. Ich bin geliebt, gewollt und umsorgt von Gott. Denn ich gehoere zu IHM! YES! Diese Worten sind balsam fuer mein Herz und als ich das am schreiben bin sammeln sich die Traenen in meinen Augen und ich merke wie wichtig diese Erkenntniss ist. Es ist nichts neues und doch war es nie so greifbar fuer mich. Gott hat so viel in mich getan die letzten paar Jahren, es ist einfach unglaublich. Mir ist bewusst das diese paar Saetze nie wirklich das erklaren was ich fuehle oder erlebe doch ich hoffe ihr koennt es irgendwie ein stueck weit mitkriegen wie Indien mich praegt.

Dies ist eine der vielen Sachen die ich lernen. Mehr ein anderes mal!

Montag, Januar 17, 2011

Ashabari, House of Hope

Hallo zusammen,

wiedermal ein update von mir. nun die letzte paar Wochen waren ein auf und ab fuer mich. ich war mir total unsicher wie es nun weiter gehen sollte. da die missions organisation in der ich war, die schnupper wochen vorbei waren und nun eine entscheidung getroffen werden musste in welchem projekt genau ich die restlichen Wochen sein sollte. Ich wartete lange und ich hatte viel Zeit um nach zu denken.
Die Organisation ist wirklich gross und ich konnte mir nicht genau vorstellen wo ich nun hin passen wuerde. Natruerlich fragte ich Gott und ich hoerte einfach nichts.
5 minuten vor dem Gespraech mit der Chefin hatte ich den eindruck das ich weitergehen sollte und nicht mehr in dieser Organisation mich betaetigen. Das war komisch, doch ich sagte es und es war naja komisch. ich wusste nicht so ob sie mich verstanden hat oder nicht wirklich. doch sie sendete mich mal zur immigration das ich meine Visumsituation klaeren konnte. Da ja neuerdings nach 3 monate aus dem Land gehen muss und nach 2 monate darft man wieder hinein.
so ging ich ohne klare antwort was ich nun fuer die restliche Zeit machen werde.
Nun die Immigration in Kolkata sagte das ich nicht heraus muss da die Indische Botschaft in der Schweiz mir ein altes Visum gegeben hatte..... btw... so wie ich Gott darum gebeten hatte. Ich kann nun die ganze 6 monate in Indien bleiben. Gross ist unser Gott!!!!!
Dies kipten meine plaene noch mal um. ja langsam hatte ich echt die Nase voll von umplanen und noch mal umplanen und nichts geht so wie man es will....
Aber es ist gut und ich betete ob ich nun die ganze Zeit 4 monate nun in Kolkata sein soll oder ob ich noch andere Stadte und Organisationen sehen sollte. Nach einem lange hin und her habe ich mich entschieden, die Organisation in der ich war zu verlassen und weiter zu gehen. Doch in Kolkata zu bleiben und mit einder kleineren Organisation die wirklich hilfe benoetigt zu bleiben.

Nun ich werde voraussichtlich bis ende April oder so mit Kings Kids arbeiten. Sie haben hier ein House of Hope, wo Strassenkinder am morgen kommen, sich baden koennen und unterricht haben, lieder singen und so.... ein Mittag essen kriegen und saubere Kleider zum anziehen. Es hat auch einen Nightshelter fuer die Maedchen und 3 mal pro wochen gehen wir auf die Strasse um erstehilfe an zu bieten und auch die Leute dort kennen zu lernen. Ich werde dort sicherlich bei der taeglichen Arbeiten mithelfen wie kochen, Kleider und Kinder waschen, putzen, spielen und die Kinder einfach zu lieben aber ich werde auch in der Administration taetig sein.

Ich freue mich hier zu arbeiten, ich weiss es wird nicht leicht, doch mir gefaellt die Stadt und ich liebe diese Kinder. Ich bin sehr gespannt was nun die 4 Monate die mir bleiben bringen werden und ich freue mich hinter die Fassanden einer solchen Organisation zu sehen und vieles zu lernen.
Die Leiterin ist so eine gute Frau die alles gibt fuer diese Kinder und es ist schon jetzt inspirierend sie zu beobachten. Ich freue mich auch einfach hier zu sein und nicht daran denken zu muessen was nun als naechstes kommen wird, ich hab einfach 4 monate die ich hier sein kann. Ja Gott weisst was ich brauche und es ist schoen zu wissen das er alles geplant hat.

Gut ich werde euch auf dem laufenden halten.

Lydia und allen noch ein schoenes neues Jahr (sehr verspetet)